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Der Rheinische Waisenfürsorgeverein e.V. ist ein „Freier Träger der Jugendhilfe“, in dessen Satzung als Vereinszweck die Unterhaltung eines Heims für heimbedürftige Kinder festgelegt ist. Er ist vom Finanzamt Köln als gemeinnützig im Sinne der Abgabenordnung anerkannt und Mitglied im Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverband („Der Paritätische“) DPWV in Deutschland.
Der Name bedarf einer etwas ausführlicheren Erläuterung, da der Begriff „Waisenfürsorge“ weder den Inhalt noch die Zielsetzung der praktischen Arbeit des Kinderheims wiedergibt.
Die Entstehung des Trägervereins geht auf eine Bewegung zurück, die am 13. Oktober 1880 in Magdeburg begann, als die sogen. „Deutsche Reichsfechtschule - Reichsverband für Waisenfürsorge“ als eingetragener Verein (Milde Stiftung) gegründet wurde. Das Leben der Kinder in den Waisenhäusern war damals offenbar so deprimierend, dass Hilfe dringend notwendig erschien.
Die Idee von der Gründung eines Reichsverbandes zum Zwecke der Waisenpflege fand damals in der Bevölkerung so großen Anklang, dass es bald nötig wurde, Untergruppen in Form von Landesverbänden zu bilden. So wurde nach anderen Städten am 23. November 1888 auch in Köln ein „Verband Rheinland der Deutschen Reichsfechtschule - Wohlfahrtsverein zum Zwecke der Waisenpflege“ gegründet. Dieser Verband baute nun Anfang des 20. Jahrhunderts in Bad Niederbreisig ein Kinderheim, das von 1905 bis 1963 bestand. Die Schließung des Kinderheims am 31.12.1963 hatte für den Verein schwerwiegende Folgen: der in §2 der Satzung festgelegte Vereinszweck konnte nicht mehr erfüllt werden. Deshalb wurde nach anderen Möglichkeiten gesucht, ein Kinderheim zu unterhalten. In dieser Zeit erfuhr der Vorstand, dass der „Heilpädagogische Arbeitskreis e.V.“ Köln Träger eines kleinen heilpädagogischen Kinderheims in der Eifel sei, für welches auf Grund vielschichtiger Probleme ein neuer Standort und möglichst ein neuer Träger gesucht würde. Nach eingehender Prüfungsphase sah der Vorstand des RWFV die Möglichkeit der Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern des Kinderheims und dem „Heilpädagogischen Arbeitskreis“. Er schlug vor, mit dem Vermögen des RWFV ein Heim zu bauen oder zu erwerben. Der Arbeitskreis sollte mit seinen Mitarbeitern die heilpädagogische Betreuung der Kinder übernehmen.
Im Herbst 1972 wurde die alte Jugendherberge in Eitorf gekauft und der Umbau begonnen. Damit war der Grundstein für das Kinderheim „Haus Eichenhöhe“ in Eitorf gelegt. Am 1. Februar 1974 erfolgte die Inbetriebnahme.
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